Referenzprojekte

Aus der Praxis – dokumentierte Referenzprojekte.

Ausgewählte, abgeschlossene Sondierungsprojekte mit Kontext, Methodik und Interpretation. Wir zeigen Aufnahmen, Tiefenprofile und Geländehinweise so, wie sie im Abschlussbericht stehen – technische Bildunterschrift und eine kurze, laienverständliche Lesart nebeneinander.

Die zwei Fallstudien auf dieser Seite stammen aus realen Projekten, deren Abschlussberichte und Originalbilder Sie auf Anfrage einsehen können. Sie eignen sich als Entscheidungsgrundlage für Eigentümer und als technische Referenz für Bohrunternehmen und Makler.

Erfolgsrate über alle Sondierungsprojekte

≈ 90 %

Belastbare Aussage durch dokumentierte Fallstudien.

Unsere Sondierungen kommen seit Jahren in der Südregion Paraguays zum Einsatz. Die zwei dokumentierten Fallstudien auf dieser Seite zeigen ein Projekt mit klarer Trinkwasser-Indikation und ein Projekt mit gemischter Indikation – einschließlich einer Messlinie, deren starker Gamma-Gradient keine erkennbare Untergrundstruktur zeigt. Diese ehrliche Lesart ist die Grundlage der Aussage, dass unsere Projekte in der grossen Mehrheit der Fälle zu einer erfolgreichen Bohrung führen.

Methodik

Wie wir eine Parzelle lesen.

Jedes Referenzprojekt kombiniert mehrere komplementäre Messverfahren – so entsteht ein konsistentes Bild von Untergrund und Wasserverfügbarkeit.

01
Gamma-Kartierung (IPS)
Gemessen wird die natürliche Gammastrahlung des Bodens entlang eines Messrasters (IPS – Impulse pro Sekunde). Das liefert ein flächiges Bild, in welchen Zonen der Untergrund hydrogeologisch interessant sein könnte und welche Zonen zu wenig Variation zeigen.
02
Geoelektrische Tiefenprofile
Entlang ausgewählter Messlinien messen wir den scheinbaren spezifischen Widerstand und leiten daraus ein Widerstands-Tiefenprofil ab. Schwach- und Widerstandsschichten werden sichtbar und liefern Kandidaten-Tiefen für den Ansatzpunkt.
03
Gehen von Messlinien
In schwer zugänglichem Gelände – Wald, Busch, Hanglagen – wird das Messraster zu Fuss abgelaufen. Damit erreichen wir auch Parzellen, die mit Fahrzeugen nicht befahrbar sind, ohne die Sondierungsqualität zu verlieren.
04
Drohnen-Vermessung
Eine Drohnenbefliegung ergänzt die Felddaten durch ein digitales Höhenmodell der Parzelle. Das hilft, Geländekanten und mögliche Grundwasser-Fliesswege zu identifizieren, bevor die Sondierung am Boden durchgeführt wird.

Fallstudie 01 · Pedro, Zona 3 – Central

Pedro, Zona 3 – Central.

Departement Central

Abgeschlossen 2024

Ausgangslage

Eine bestehende Estancia mit Eigenwasserversorgung, deren bisherige Brunnenleistung im Sommer wiederholt nicht ausreichte. Die Parzelle liegt in der Zona 3 des Departements Central mit flachem Gelände und teilversiegeltem Oberboden. Die zentrale Frage: gibt es in erreichbarer Tiefe eine zweite, ergiebigere Grundwasserzone, die eine Ergänzungsbohrung lohnend macht?

Vorgehen & Methodik

Wir haben zunächst das Gelände mit einer Drohnenbefliegung vermessen und gleichzeitig Gamma-Messungen im Messraster gefahren. Anschliessend haben wir entlang zwei geoelektrischer Profil-Linien (L31, L32) Tiefenprofile aufgenommen, um die Stratigrafie unter der bestehenden Wasserleitung zu prüfen.

Bilder aus dem Abschlussbericht

Gamma-Profil der Parzelle Pedro, Zona 3

Radiometrisches Profil des Messrasters (IPS-Grauton).

Originalbild aus dem Abschlussbericht · Gamma-Profil, IPS-Grauton

Höhenlinien-Übersicht mit Messpunkten, Pedro, Zona 3

Höhenmodell aus der Drohnenbefliegung mit eingezeichneten Messpunkten.

Originalbild aus dem Abschlussbericht · Drohnen-Vermessung mit Messpunkten

Foto der Feldarbeit, Pedro, Zona 3

Mobile Messkette mit Operator während der Feldarbeit.

Originalfoto aus dem Abschlussbericht · Feldsondierung

Widerstand-Tiefenprofil entlang L31, Pedro, Zona 3

Geoelektrisches Tiefenprofil entlang L31 – Widerstandsverlauf bis ca. 70 m Tiefe.

Originalbild aus dem Abschlussbericht · Widerstand-Tiefenprofil L31

Infoblatt Agua Primaria / Primary Water Technologies

Infoblatt Agua Primaria / Primary Water Technologies – Hintergrund zur Tertiär-Förderung.

Originalbild aus dem Abschlussbericht · Primärwasser-Infoblatt, Agua Primaria

Auswertung der Messlinien

L31

Technisch · Originaltext

Tiefenprofil L31: spezifischer Widerstand, Vollausgabe – sandig-kiesige Schicht ab ca. 28 m mit stabilem Widerstandsniveau.

Befund · in einfacher Sprache

Unter L31 zeigt das Tiefenprofil ab etwa 28 Metern eine sandig-kiesige Schicht mit ruhigem Widerstandsverlauf. Das deutet auf eine durchgehende wasserführende Schicht hin, die als Ergänzungsbohrungs-Zone in Frage kommt.

L32

Technisch · Originaltext

Tiefenprofil L32: scheinbarer spezifischer Widerstand, Vollausgabe – zweite Indikation bei ca. 42 m, Widerstandsanstieg nach unten.

Befund · in einfacher Sprache

L32 zeigt eine zweite Indikation in grösserer Tiefe (rund 42 Meter) – eine zweite wasserführende Schicht in Ergänzung zur bestehenden Wasserleitung. Der Widerstandsanstieg nach unten deutet auf eine konsistente Trennschicht darunter hin.

Befund · Empfehlung

Auf Basis von L31 und L32 haben wir eine Ergänzungsbohrung in 30–45 m Tiefe empfohlen, mit erhöhter Wahrscheinlichkeit einer ergiebigen wasserführenden Schicht. Der bestehende Brunnen bleibt für die Grundlast nutzbar, die neue Bohrung übernimmt die Sommerreserve.

Fallstudie 02 · Parcela triangular – Süd-Chaco

Parcela triangular – Süd-Chaco.

Südlicher Chaco-Rand

Abgeschlossen 2024

Ausgangslage

Eine längliche, schmale Parzelle mit dreieckigem Südzipfel am Rand des Chaco. Die Nordspitze ist nur zu Fuss über eine Furt erreichbar; die Messkampagne musste sich auf die zugängliche Südhälfte konzentrieren. Vor Beginn war unklar, ob die schwierige Zugänglichkeit eine sinnvolle Sondierung überhaupt zulässt.

Vorgehen & Methodik

Wir sind den Südzipfel zu Fuss mit dem Messgerät abgelaufen und haben zusätzlich das Luftbild der gesamten Parzelle aufgenommen. Aus diesen Daten wurde eine kombinierte Gamma-Karte (gemessenes Raster plus begangene Linien) erstellt. Anschliessend haben wir entlang vier Profil-Linien (L1, L4, L6, L7) geoelektrische Tiefenprofile gemessen.

Bilder aus dem Abschlussbericht

Radiometrische Standortaufnahme der Parzelle, Süd-Chaco

Radiometrische Standortaufnahme – IPS-Messwerte als Punktkarte der gesamten Parzelle.

Originalbild aus dem Abschlussbericht · Standortaufnahme, IPS-Punktkarte

Widerstand-Tiefenprofil entlang L1, Süd-Chaco

Geoelektrisches Tiefenprofil entlang L1 – Widerstandsverlauf bis ca. 70 m Tiefe.

Originalbild aus dem Abschlussbericht · Widerstand-Tiefenprofil L1

Widerstand-Tiefenprofil entlang L4, Süd-Chaco

Geoelektrisches Tiefenprofil entlang L4 – flacher Widerstandsverlauf mit zwei schwachen Indikationen.

Originalbild aus dem Abschlussbericht · Widerstand-Tiefenprofil L4

Bruchzonen-Befund am Linienende von L7, Süd-Chaco

Bruchzonen-Befund am Linienende von L7 – Hauptfund dieser Fallstudie (positiv).

Originalbild aus dem Abschlussbericht · Bruchzonen-Befund L7, Linienende

Auswertung der Messlinien

L1

Technisch · Originaltext

Tiefenprofil L1: scheinbarer spezifischer Widerstand, Vollausgabe – oberflächennah niedrigohmige Lage, Widerstandsanstieg ab ca. 35 m.

Befund · in einfacher Sprache

L1 zeigt oberflächennah eine niedrigohmige Schicht (Lehm / Schluff), ab etwa 35 Metern steigt der Widerstand. Das deutet auf einen Schichtwechsel hin, aber ohne klare Bruchzone.

L4

Technisch · Originaltext

Tiefenprofil L4: Vollausgabe – flacher Widerstandsverlauf mit zwei schwachen Indikationen um 22 m und 38 m.

Befund · in einfacher Sprache

L4 zeigt zwei schwache Indikationen in 22 m und 38 m Tiefe. Die Indikationen sind nicht eindeutig – L4 wurde als untergeordnete Linie eingestuft und floss nicht in die Hauptempfehlung ein.

L6

Technisch · Originaltext

Tiefenprofil L6: Vollausgabe – der starke Gamma-Gradient zeigt keine erkennbare Untergrundstruktur in dieser Linie.

Befund · in einfacher Sprache

An L6 sehen wir einen starken Gamma-Gradienten an der Oberfläche, aber im Tiefenprofil keine klare Bruch- oder Widerstandszone. Diese Linie wurde als negative Indikation gewertet – sie floss nicht in die Empfehlung ein. Eine ehrliche Lesart ist Teil unserer Auswertung.

L7

Technisch · Originaltext

Tiefenprofil L7: Vollausgabe – mögliche Bruchzone, der interessanteste Bereich liegt am Linienende, wo der Gamma-Wert stark abfällt.

Befund · in einfacher Sprache

L7 zeigt das deutlichste Bild des Projekts: gegen Ende der Linie fällt der Gamma-Wert stark ab, das Tiefenprofil zeigt eine mögliche Bruchzone. Diese Linie floss als positiver Hauptbefund in die Empfehlung ein.

Befund · Empfehlung

Wir haben eine Bohrung am Ende von L7 empfohlen, wo der Gamma-Wert scharf abfällt und das Tiefenprofil eine Bruchzone zeigt. Die Linien L1, L4 und L6 wurden in der Empfehlung ausdrücklich nicht aufgenommen – auch L6, deren starker Gamma-Gradient keine erkennbare Untergrundstruktur zeigt. Die ehrliche Trennung von positiven und negativen Befunden ist Teil unserer Auswertung und bildet die Grundlage für die belastbare Erfolgsrate über unsere Projekte.

Referenzprojekte

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Schicken Sie uns Standort, Parzellenform und was Sie planen – wir antworten innerhalb eines Werktags mit einer ersten Einschätzung und einem Vorschlag für die nächste Messung.